Podcasting im Journalismus

Im vergangenen Jahr startete Spiegel Online als erstes Leitmedium den (Neu-)Start eines politischen Podcasts namens „Stimmenfang“ – elf Jahre nach dem ersten Versuch namens „Urlaub für die Ohren“. Inzwischen bieten Sie vier verschiedene Podcast-Formate an, die insgesamt bereits 4,5 Millionen Abrufe erzielt haben. Barbara Hans, die Spiegel Online-Chefredakteurin findet Podcasts im Hinblick auf den Journalismus spannend weil, „man Geschichten ganz anders erzählen kann als in einem Text oder in einem Video. Audio ist authentischer und unmittelbarer“, so erklärte Sie ihren Standpunkt gegenüber MEEDIA.

Doch auch andere Journalistische Institutionen rücken nach. So bietet die Zeit nzwischen ebenfalls mehrere Podcasts an: Das tägliche Nachrichtenformat „Was jetzt?“, einen Interview-Podcast, den Sex-Podcast „Ist das normal?“, den Berufs-Podcast „Frisch an die Arbeit“, den Wissens-Podcast „Woher weißt Du das“ und auch ein Format über Kriminalfälle.

Hinzu kommen die Süddeutsche Zeitung und die F.A.Z., welche Ende vergangenen Jahres erste Podcasts gestartet haben: „Das Thema“ heißt das Format bei den Münchnern, das einmal in der Woche Hintergründe zu den wichtigsten Geschichten der Woche erläutert, bei der F.A.Z nennt sich das Format: „Einspruch, der die Woche neu verhandelt“.

Monetisierung von Podcasts

Die klassische Methode Podcasts finanziell lohnenswert zu machen hat sich über die Jahre nicht geändert. So bleibt der Weg über Werbeeinblendungen oder gesponserte Podcasts. Doch durch Streaming Dienste wie Spotify oder Amazons Audible können professionelle Podcast-Hoster nun auch anderweitig Geld mit dem Audioformat verdienen. Zahlende Kunden können sich die Inhalte unbegrenzt anhören und die Podcast-Publisher werden dafür entlohnt.

„Wir kaufen die Inhalte, ähnlich wie ein TV-Sender, klassisch ein“, verrät Audibles Content-Chef Paul Huizing. Für Verlage sind Podcasts damit nicht nur ein zusätzliches Serviceangebot für ihre Leser, sondern gleichfalls ein interessantes, neues Geschäftsmodell.